Samstag, 7. Oktober 2017

Herbstgedanken - Mitgefühl tut jedem gut


Es ist Oktober und es wird herbstlich draußen. Der aufregende und voll gepackte Sommer liegt hinter uns, in den ein oder anderen Köpfen wird der nächste Sommerurlaub schon geplant und mit Tee und Nascherei kuscheln wir uns bei Kerzenschein auf die Couch. Zeit für Gedanken, Zeit zur Ruhe zu kommen und bald besinnlich zu werden.


In den vergangenen Wochen ist viel in der Welt passiert, eigentlich passiert ja ständig etwas, aber die jüngsten Ereignisse haben mich wieder etwas mehr zum Nachdenken gebracht. 
Was ist mit uns und unserer Welt los? Warum kommen wir nicht zur Ruhe? Warum bringt jede Epoche seine ganz eigenen Krise mit sich? 

Letztens bekam ich von meiner Großen einen Zettel aus der Schule mit nach Hause, der Geschichtsunterricht wird in diesem Schujahr aus Gründen verkürzt stattfinden. Geschichte, ein Fach welches mich sehr stark geprägt hat und so wichtig ist, was wird wohl über unsere Epoche mal in den Geschichtsbüchern stehen, wird es da überhaupt noch Bücher geben?
Klar fand ich das auswendig lernen der Jahreszahlen auch nervig, aber die Geschichte, sofern sie so verlief wie es die Erzählungen und Forschungen ergeben haben, zeigt, dass der Mensch sich schon immer selbst bekriegte, nach mehr strebte und manchmal ganz schön krank war. 
Wie skrupelos kann der Mensch sein, das zeigt uns auch die Geschichte. 

Aktuell wird täglich viel diskutiert, Meinungen driften auseinander, schnell heben sich Stimmen und die Situationen sind angespannt. 
Was mich dabei so bewegt ist mit ansehen zu müssen wie Menschen unwürdig behandelt werden. Es wird geschimpft über diese Ausländer, ich werde gefragt ob ich nicht auch auf DIE wütend wäre wenn DIE mir oder meinen Kindern etwas antun würden. Manche trauen sich abends nicht mehr auf die Straßen. In Nachbarländern prügeln Polizisten auf Kinder und Erwachsene die weder bewaffnet sind noch etwas böses wollen. Andere Menschen rasten aus und schießen aus einem Hotelzimmer wahllos auf Menschen. Eine Familie aus meinem ehemaligen Viertel wird in einer Nacht und Nebelaktion abgeschoben bzw. auseinander gerissen. 
Ich empfinde bei solchen Nachrichten so eine Hilflosigkeit und weiß gar nicht was ich wie denken soll. Letztens wurde ein Mädchen auf dem Schulweg missbraucht, sowas wühlt mich innerlich so auf, ich könnte dann stundenlang darüber reden. Das sind einfach so viele Baustellen und ich hätte einfach gern Gerechtigkeit. Ich möchte, dass Menschen da leben dürfen wo sie wollen und nicht ihre Heimat verlassen müssen, sich integrieren können und die Welt mit ihren schönen Seiten genießen können. 




Und bei der ganzen Einhornschokolade, dem Spaß TV und den Rabatt Codes frage ich mich was wollen wir unseren Kindern für Werte vermitteln? Das ein friedliches Zusammenleben nicht so einfach ist? Das der Mensch sich immer gegenseitig bekriegt? 
Man merkt ich habe in diesem Beitrag fast mehr Fragen als Aussagen, es fällt mir schwer in Worte zu fassen was ich denke. Oft werde ich für meinen Gerechtigkeitssinn Naiv genannt, dass ich ja noch jung bin. Aber ich werde immer so denken wie ich jetzt denke und hoffe die Menschen lernen wieder mehr Mitgefühl, gehen für sich und für ein GEMEINSAM auf die Straßen und nicht um gegen etwas zu sein. Das Unbekannte macht uns am meisten Angst. Vielleicht klingt das alles zu einfach oder zu sehr nach Liebe und Frieden, aber hören wir mal in uns rein und versetzen wir uns in die Lage anderer. Versuchen wir einander zu verstehen und bekommen ein Gefühl für unsere Umwelt. 
Um noch etwas genauer zu werden nenne ich das Beispiel mit einer Kollegin. Ich kann mit ihr über das Thema Impfen, über die AFD und über Ausländer reden. Wir können uns offen mitteilen warum man für etwas ist und warum dagegen, stimmen uns zu und widersprechen und durch das Teilen der verschiedenen Ansichten sieht dann manches gar nicht mehr so schlimm aus bzw. denken wir dann noch etwas intensiver nach. 

Eine Lösung wird es leider nicht so schnell geben für alle Probleme dieser Welt.

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